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Wissen / Disneyland Paris - Frankreich Tour 2008

Nachdem wir Gallien hinter uns gebracht hatten, ging es ins Reich von Micky Maus, das Disneyland Resort Paris. Der Park wurde 1992 in Marné-la-Valleé, einem Vorort von Paris, eröffnet. Damals noch unter dem Namen Eurodisney, später folgte die Umbenennung zu Disneyland Paris, als schließlich 2002 das benachbarte Walt Disney Studio folgte, wurde es zum Resort.

Wie es sich für Disney gehört, besitzt der Park eine eigene Autobahnausfahrt, und ist damit gut zu finden. Schon die Anfahrt auf der 6 Spurigen Zufahrtsstraße ist beeindruckend.
Hier merkt man, dass der Park und die Umgebung perfekt durchgeplant wurden, denn bevor es zum Parkplatz geht, fahren die Besucher, mit dem Auto, auf den großen Eingang bzw. das Disneyland Hotel zu.

Gute Qualität hat ihren Preis, das stellt man gleich an den Kassen für das Parkplatzticket fest, stolze 8 EUR, dafür sind die Laufbänder mit einbegriffen. ;-D
Eine wirklich super Idee, den die Wege vom Parkplatz zum Park sind sehr lang, leider muss man trotzdem noch ein großes Stück zu Fuß zurücklegen.


Auf dem riesigen Platz hat man die Qual der Wahl zwischen den beiden Parks, der Disneyland Park oder die Walt Disney Studios. In diesem Bericht beschäftigen wir uns mit dem ersten von beiden. Hat man erstmal die obligatorischen Taschenkontrollen passiert, steht dem Vergnügen nichts mehr im Wege.
Doch da wäre noch eine Sache, der Eintritt, denn dieser liegt deutlich über den Durchschnitts Eintrittspreisen in Deutschland, ganze 49 EUR. Dafür hat der Park auch jede Menge zu bieten, besondere Attraktionen und Thematisierung vom feinsten!


Der Anfang des Parks bildet die Mainstreet USA, eine Reproduktion einer amerikanischen Stadt, am Anfang des 20. Jahrhunderts. Der Abschluss bildet dann das wunderschöne Cinderella-Schloss, das Markenzeichen von Disney.
Auf dem Central Plaza vor dem Schloss, hat man dann wieder eine Entscheidung zu fällen, welche der 4 Themenbereiche darf es den sein?!


Frontierland

Ein Bereich in dem sich alles um den Wilden Westen dreht. Eine alte Westernstadt lädt zum verweilen ein, mit Saloon und einigen Souvenirgeschäften, aber auch die Attraktionen sollte man aufjedenfall besuchen.


Big Thunder Mountian
Eine meiner Lieblings Attraktionen im Park. Der Minetrain hat eine schöne abwechslungsreiche Strecke, besonders der rasante Schlusspart finde ich super. Die Gestaltung ist einfach eindrucksvoll. Die Strecke verläuft auf dem gigantischen Felsmassiv, welches sich inmitten auf dem See des Frontierlands befindet.
Das besondere: der Zug erreicht die Insel nur über einen Tunnel, den die Station befindet sich auf dem Festland. Am besten man zieht für Big Thunder Mountian ein Fastpath Ticket, den es kommt schon gleich bei der Öffnung der Attraktion zu längeren Wartezeiten, die schnell 1 Stunde erreichen kann, trotz der guten Kapazität.


Phantom Manor
Hoch oben auf dem Hügel vor dem Rivers of the Far West befindet sich die alte Villa, in der sich die Geisterbahn „Phantom Manor“ befindet.
Beim Betreten des Gartens bekommt man schon die grusselige Atmosphäre zu spüren, es wirkt sehr verlassen, dann noch die Bäume und die Pflanzen. Im Haus wird dann zuerst die Preshow gezeigt. Leider ist alles auf Französisch, so dass ich die Story nicht ganz verstanden habe. Während der Fahrt wird es dann etwas klarer, Fakt ist jedenfalls, dass es sich um eine Braut dreht, die in der Villa gelebt hat und dort nun ihre letzte Hochzeit feiert.


Thunder Mesa Riverboat Landing
Ulis Blicke waren einfach sagenhaft, als der riesige, 3 stöckige Dampfer, hinter dem Felsmassiv von Big Thunder Mountian hervorkam. Die Aussichtsfahrt ist sehr lohnenswert, wenn man sich Big Thunder Mountain mal näher anschauen möchte. Ist man erstmal ein Stück weg von der Station, in den hinteren Bereich von Big Thunder Mountian hat man das Gefühl, das man gar nicht mehr im Park ist, sondern irgendwo auf einem Fluss in Frankreich.


Adventureland

Mein Lieblings Themenbereich im ganzen Park, die Gestaltung gefällt mir hier einfach am besten. Das Adventure Feeling ist durch die exotischen Pflanzen, Felsen und Hängebrücken einfach super gelungen.


Unsere erste Station ist der beeindruckende Baum der in die Höhe ragt, erst bei genauerem hinsehen wird einem bewusst, dass dies kein echter ist. Hier hat der Park das zu Hause der gestrandeten Familie Robinson nachgebaut. Das Baumhaus beherbergt viele kleine Räume und eine eigene Wasserversorgung, besonders in der Baumkrone hat man einen schönen Ausblick auf den Park. Wer also Mal auf Entdeckungstour gehen möchte, ist hier an der richtigen stelle.


Aber auch der große Totenkopffelsen im Adventureland, ist wirklich interessant und schön gemacht worden. Die Wege verlaufen durch die Felsen fast wie ein Labyrinth. Man hat es also nicht einfach die schöne Hängebrücke zu finden. Wir haben öfters die Orientierung verloren. Erwähnenswert ist auch das fotogene Piratenschiff, schade dass sich darauf nur ein Fotopoint befindet.


Indiana Jones and the Temple of Perli
Bei dieser Achterbahn von Intamin, dreht sich alles rund um das Thema Indiana Jones.
Auch hier bekommt man abermals die Gestaltungskünste der Disney Imagineers zu spüren.
Der Wartebereich wurde als Ausgrabungsstätte gestaltet, die Fahrt selbst wurde rund um einen Inka Tempel integriert. Die Streckeführung ist ehr Standart, jedoch ist der Looping ein kleines Highlight der Attraktion. Schade, dass die Waagen nicht mehr Rückwärts fahren, wäre sicherlich ein interessantes Fahrerlebnis gewesen.


Pirates of the Caribbean
Oft kopier, aber nie erreicht, ich denke man kann sie beruhigt als eine der besten Themenfahrten weltweit bezeichnen.
Von Außen wirkt es mit dem Turm auf dem die Piratenflagge zu sehen ist, ehr unscheinbar.
Dann der Wartebereich, zunächst empfand ich ihn etwas langweilig gestaltet, wobei schon eine gewisse Atmosphäre aufkam. Es ist halt alles etwas schlicht gehalten, aber so ist es halt in den Katakomben. Während des Wartebereiches wird man ständig vom Soundtrack begleitet, so dass dieser irgendwann nicht mehr aus dem Kopf geht.
Die Station ist wirklich super Stimmig überall tolle Details, z.B das flackernde Licht.
Über die Fahrt selbst möchte ich nicht viel erzählen, selbst hinfahren und selber erkunden lautet das Motto. Erstaunlich ist das man auch nach mehrmaligem Fahren immer noch Details entdeckt, die man vorher nicht gesehen hat.


Fantasyland

Ein Themenbereich der mehr die kleinen Kinder anspricht. Hier findet man sämtliche Disneyfiguren. Zum einen gibt es die Themenfahrten von Pinoncchio und Schneewittchen, fraglich war bei letzterem, ob diese durch die grusseligen Szenen, wirklich für Kinder geeignet ist. Wenn ich da so an die Hexe denke oder an die Bäume mit Gesichtern.


Mein Favorit bei den kleinen Themenfahrten, war Peter Pans Flight. Die Fahrt hebt sich, wortwörtlich, von den anderen ab. Alleine schon der erste Part, bei dem man wie im Film über das nächtliche London schwebt ist klasse. Hier empfiehlt sich der Fastpath ebenfalls.

Eine weitere Attraktion ist der Irrgarten von Alice im Wunderland. An der einen oder anderen Stelle kann man sich da schon verlaufen. Ab und zu begegnet man dort den Figuren aus dem Film, wie der Katze oder den Wachen der Königin. Wir hatten den meisten Spaß, mit dem Wasser das dort ab und zu aus Düsen gespritzt kam. Vom Turm hat man eine schöne Aussicht auf das Labyrinth und einem Teil des Bereiches.


It's a small world
Die kultige Kulturattraktion im Disneyland!
Unsere erste Attraktion in den 3 Tagen Disney, wir wollten Uli, mit seiner ersten Disney Attraktion, erstmal richtig auf den Park einstimmen. Für alle welche die Attraktion nicht kennen, es handelt sich um eine Themenfahrt, welche die unterschiedlichen Kulturen verschiedener Länder sehr klischeehaft zeigt.
Übrigens ändert man hier seinen Ohrwurmhit, von Pirates of Caribbean, auf die schön Ist´a small world Melodie. Bemerkenswert ist vor allem das die Übergänge von der Musik so perfekt gemacht sind, trotz der verschiedenen Szenen wird das Lied durchgängig fortgesetzt.


Le Pays des Contes de Fées
Auch eine kleine Themenfahrt die sich jedoch Außen befindet. Sehr schön gestaltet durch die kleinen nachgestellten Disneyszenen. Jedoch ist die Fahrt ehr für Kinder gedacht, ist aber trotzdem eine Fahrt wert.


Casey Jr. – le Petit Train du Crique.
Eigentlich hat die Attraktion eine hohe Kapazität, dennoch kam es hier zu einer langen Warteschlange. Zunächst konnte ich die Attraktion keinem Disneyfilm zuordnen, was sich dann während der Fahrt geändert hat, denn dort hört man die Musik aus Dumbo.
Praktisch an der Attraktion, sind die Überdachten Waagen, denn bei uns hat es angefangen zu Regnen.


Discoveryland

Ein Themenbereich Rund um das Thema Zukunft bzw. Raumfahrt, dementsprechend sind die Attraktionen gestaltet.


Space Mountain: Mission 2
Der Wartebereich ist mittelmäßig Gestaltet, in manchen Bereichen ist es sehr warm und stickig. Die Stationshalle mit der Doppelladestation finde ich sehr gut gelungen, irgendwie passt die Eisenkonstruktion sehr gut. Die Fahrt selbst wurde von Mal zu Mal besser, am Anfang war es mehr AUA als Spaß, das änderte sich ja dann zum Glück. Am letzten Tag haben Sie dann auch noch den Nebel hinzugefügt, an den ersten Tagen ging der leider nicht.


Buzz Lightyear Laser Blast

Eine interaktive Themenfahrt mit dem Thema Toy Story. Hat mir ganz gut gefallen, sehr schön gestaltet, auch schöne Effekte dabei. Jedoch sind die Ziele etwas klein geraten.


Das waren soweit, die Großen Attraktionen. Noch ein paar Worte zum Park:
Die Wartezeiten waren überall erträglich, vor allem gibt es ja die Möglichkeit die Fastpath Tickets an den Hauptattraktionen zu nutzen, die jede Menge Zeit einsparen.

Das Essen ist schon recht teuer, wobei es schöne Restaurants gibt, z.B das Fastfoodrestaurant im Discoveryland, dort konnte man während dem Essen, Auszüge aus dem Musical „König der Löwen“ ansehen. Man kann auch in teure Lokale gehen, wo das Menü mal eben 60 EUR kostet, dafür bekommt man das Dessert in einem Schuh aus weißer Schokolade serviert.


Aber es gibt ja noch die Möglichkeit sein Essen selbst mitzubringen, da gibt es keine Probleme bei den Taschenkontrollen.
Man sollte sich durchaus auch Zeit für die unzähligen Souvenirläden nehmen, was es da alles zu entdecken gibt.
Bei den Shows ist es schade, das in der Nebensaison nicht mehr alle gezeigt werden, sondern nur noch eine bestimmte Auswahl, wir hatten zum Glück noch einen Tag in der Hauptsaison.


Was ich auch empfehlen möchte, sind Tage mit verlängerten Öffnungszeiten. Nachts bekommt der Park einfach ein anderer, besonderer Flair. Vor allem die Nachtparade und das anschließende Feuerwerk sind Hammer.


Fazit:
Wirklich ein super Park, in dem man viele Stunden verbringen kann, ohne das es langweilig wird. Toll gestaltete Attraktion, Themenbereiche, nettes Personal und super Soundtracks. Auch die Shows können sich sehen lassen. Negativ finde ich den Preis, der nach wie vor zu Teuer ist, egal ob Eintritt, Parken, Essen oder Souvenirs.
Dennoch lohnt es sich den Park wieder einmal zu besuchen.




Weitere Links:
Website: www.disneylandparis.de
Gallerie: Zur Galerie
Berichte Frankreich Tour 2008 : Parc Astérix - Frankreich Tour 2008
Walt Disney Studios - Frankreich Tour 2008


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